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Verkehr:
Verkehrsplanung
ist die Konzeption und die Lenkung eines mehrheitlich als mit Mängeln behaftet
empfundenen gegenwärtigen Zustandes im Bereich der Raumüberwindung (Verkehr)
und in damit zusammenhängenden Bereichen (Raumnutzung) in Richtung auf einen
verbesserten zukünftigen Zustand entsprechend mehrheitlich akzeptierter Ziele
durch vorausschauende systematische Vorbereitung und Durchführung von
Entscheidungsprozessen.
Die oben
angesprochenen Mängel sind fast ausschließlich auf die Nutzer der Verkehrsnachfrage
zurückzuführen, seien es Kapazitätsprobleme einerseits oder entstehende
Umweltprobleme andererseits. Verursacher von Verkehr und somit von der
Verkehrsnachfrage sind aber immer und ausschließlich Menschen und ihre
Bedürfnisse, sei es aktiv als Verkehrsteilnehmer oder passiv als Standortnutzer
(Wohnen, Arbeiten, Produzieren).
Die S7 ist eine Schnellstraße die von Riegersdorf nach Heiligenkreuz verlaufen soll. Sie hat eine Gesamtlänge von 29 km, die S7 soll die Großräume Graz und Budapest miteinander verbinden. Beginn der S7 soll bei Riegersdorf (A2) sein, enden wird die S7 beim Grenzübergang Heiligenkreuz (Ungarn).
Kernziel derErrichtung der S7 Fürstenfelder Schnellstraße soll die Entlastung der Orte
entlang der bestehenden Bundesstraße B65 vom Verkehr und damit eine
Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung sein.
Mit der
Reduktion des Verkehrs in den Ortskernen könnten derzeit bestehende
Beeinträchtigungen (Lärm, Schadstoffe, Verkehrssicherheit) der Bewohner deutlich
reduziert werden.
Die Planungen für die S 7 Fürstenfelder Schnellstraße
befinden sich derzeit im Abschluss der Phase des sogenannten straßenbaulichen
Vorprojektes gemäß der „Dienstanweisung zur Erarbeitung und Vorlage von
Bundesstraßenprojekten (Projektierungsdienstanweisung)“ des BMVIT.
Dabei erfolgt
aktuell die Fertigstellung des Vorprojektes zur Einreichung um die § 14
Verordnung nach dem Bundesstraßengesetz (Bundesstraßenplanungsgebietsverordnung).
Ebenso werden die für das Einreichprojekt erforderlichen Ausschreibungen (v.a.
Kunstbautenplanung sowie die Tunnelplanung) vorbereitet.
Das
ausgearbeitete Vorprojekt wird plangemäß im Herbst mit dem Antrag auf Erlassung
der Planungsgebietsverordnung beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation
und Technologie (BMVIT) eingereicht.
Nach Abschluss
der erforderlichen Vergabeverfahren (technische Planungen für das
Einreichprojekt) wird ab Herbst im Rahmen des offenen Planungsprozesses die
Arbeit in den Arbeitsgruppen mit den Gemeinden fortgesetzt. Dabei wird vor
allem an Optimierungen der Auswahltrasse im Rahmen des Einreichprojektes (als
Grundlage für das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren) gearbeitet.
Wird die S7 das Lafnitztal zu einer Transitroutemachen?
Erste Ergebnisse zeigen: Transitverkehr spielt auf
dieser Route derzeit nur eine marginale Rolle. Die stärkste Belastung der B65
liegt im Bereich Fürstenfeld vor, wo täglich ca. 18.500 Fahrzeuge den
Querschnitt passieren. Der Lkw-Anteil beträgt dabei ca. 12%.
Als reiner
Transitverkehr konnten für das Jahr 2003 rund 1.200 Kfz pro Tag ermittelt
werden. Das entspricht einem Anteil von ca. 6% der Verkehrsbelastung am
Querschnitt Fürstenfeld. Im Transitverkehr überwiegen die Verkehrsbeziehungen
aus Italien nach Ungarn bzw. weiter nach Osten. Nach dem Beitritt Sloweniens
und Ungarns zur Europäischen Union (Wegfall zweier Grenzübergänge) und dem
Ausbau des EU-Korridors V (siehe Abbildung) ist zu erwarten, dass sich ein
großer Teil des Fernverkehrs auf diese Route außerhalb Österreichs verlagert
und somit der Anteil des Transitverkehrs entlang der B65 bzw. der zukünftigen S
7 abnimmt.
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